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AL_TO_AD

AL_TO_AD


Einleitung

Der Funktionsblock AL_TO_AD ist ein Composite-FB, der einen unidirektionalen LWORD-Adapter (AL) in einen unidirektionalen DWORD-Adapter (AD) umwandelt. Er ermöglicht die Datenkonvertierung zwischen zwei unterschiedlichen Adaptertypen innerhalb der 4diac-IDE, basierend auf der IEC 61499-Norm.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

  • Keine (der FB besitzt keine eigenen Ereignis-Eingänge; die Ereignissteuerung erfolgt über den AL_IN-Socket)

Ereignis-Ausgänge

  • Keine (der FB besitzt keine eigenen Ereignis-Ausgänge; die Ereignisweiterleitung erfolgt über den AD_OUT-Plug)

Daten-Eingänge

  • Keine (Daten werden ausschließlich über den AL_IN-Socket bereitgestellt)

Daten-Ausgänge

  • Keine (Daten werden ausschließlich über den AD_OUT-Plug ausgegeben)

Adapter

Typ Name Richtung Beschreibung
Socket AL_IN Eingang Unidirektionaler LWORD-Adapter mit einem Ereignis-Eingang (E1) und einem Daten-Eingang (D1 vom Typ LWORD)
Plug AD_OUT Ausgang Unidirektionaler DWORD-Adapter mit einem Ereignis-Ausgang (E1) und einem Daten-Ausgang (D1 vom Typ DWORD)

Funktionsweise

Der FB nimmt über den AL_IN-Socket ein LWORD-Datenwort (D1) zusammen mit einem Ereignis (E1) entgegen. Das Ereignis durchläuft den internen Funktionsblock F_LWORD_TO_DWORD, der die Konvertierung gemäß IEC 61131-Standard durchführt. Nach erfolgreicher Umwandlung wird das Ergebnis als DWORD (AD_OUT.D1) über den Plug ausgegeben, begleitet von einem Ereignis (AD_OUT.E1).

Die interne Netzwerkstruktur besteht aus: - Einem F_LWORD_TO_DWORD-Baustein (aus der Bibliothek iec61131::conversion) - Ereignisverbindung: AL_IN.E1Convert.REQ / Convert.CNFAD_OUT.E1 - Datenverbindung: AL_IN.D1Convert.IN / Convert.OUTAD_OUT.D1

Technische Besonderheiten

  • Standardkonformität: Die Konvertierung erfolgt über den IEC 61131-konformen FB F_LWORD_TO_DWORD, der eine verlustfreie Umwandlung von 64-Bit zu 32-Bit (niedrigwertige 32 Bit) vorsieht.
  • Unidirektionale Adapter: Sowohl Eingangs- als auch Ausgangsadapter sind unidirektional ausgelegt, was die Komplexität reduziert und eine klar definierte Datenflussrichtung gewährleistet.
  • Ereignisgesteuerte Kommunikation: Die Konvertierung wird durch ein Ereignis am Eingangsadapter getriggert; das Ergebnis wird ebenfalls ereignisgesteuert weitergereicht.
  • Einbettung in Composite-FB: Durch die Kapselung als Composite-Baustein kann der FB einfach in größere Netze integriert werden.

Zustandsübersicht

Der FB AL_TO_AD besitzt keinen eigenen Zustandsautomaten, da er als Composite-FB realisiert ist. Die Zustandslogik wird vollständig durch den internen FB F_LWORD_TO_DWORD abgebildet: 1. Warten – Kein Ereignis am Eingang vorhanden. 2. Konvertieren – Nach Empfang eines Ereignisses wird die Umwandlung der LWORD-Daten durchgeführt (ein Taktzyklus). 3. Ausgeben – Das DWORD-Ergebnis und ein Bestätigungsereignis werden am Ausgangsadapter bereitgestellt.

Anwendungsszenarien

  • Systemintegration – Wenn eine Komponente (z.B. eine SPS) LWORD-Daten liefert, aber ein nachgeschaltetes Modul DWORD-Daten erwartet.
  • Adapterbrücke – In heterogenen Netzwerken, in denen Geräte unterschiedliche Datentypen für denselben physikalischen Wert verwenden.
  • Datenaufbereitung – Vorverarbeitung von 64-Bit-Werten, die nur auf 32-Bit-Basis weiterverarbeitet werden sollen (z.B. bei Messwerten oder Zählern).

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

  • WORD_TO_DWORD – Konvertiert 16-Bit-Worte in 32-Bit-Doppelworte, jedoch auf einfachen Datentypen, nicht auf Adaptern.
  • Direkte Adapterkopplung – Ohne Konvertierung müssten beide Systeme denselben Adaptertyp (entweder AL oder AD) verwenden, was oft nicht gegeben ist.
  • F_LWORD_TO_DWORD (isoliert) – Dieser Baustein arbeitet nur auf Datenebene; die Adapteranbindung muss separat erfolgen. AL_TO_AD vereinfacht die Handhabung durch Kapselung von Adapterlogik und Konvertierung.

Fazit

Der AL_TO_AD-Funktionsblock stellt eine schlanke und standardkonforme Lösung zur Umwandlung von LWORD- in DWORD-Adapterdaten dar. Durch die Kombination von Adapter- und Konvertierungslogik in einem Composite-FB wird die Wiederverwendbarkeit erhöht und die Netzwerkerstellung vereinfacht. Er eignet sich besonders für die Integration unterschiedlicher IEC 61499-Komponenten und trägt zur Modularität industrieller Automatisierungslösungen bei.