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Uebung_206b: Interlock: ILOCK_T_FF (Drei gegenseitig verriegelte Toggle-Flip-Flops via Adapter-Kette)

Uebung_206b_network


Einleitung

In dieser Übung wird eine Anwendung mit drei gegenseitig verriegelten Toggle-Flip-Flops realisiert. Drei Taster (Digitaleingänge) steuern jeweils ein ILOCK_T_FF, welches seinen Ausgang bei jedem Tastendruck umschaltet. Die drei Flip-Flops sind über eine Adapter-Kette bidirektional miteinander verbunden, sodass immer nur ein Ausgang aktiv sein kann (Interlock). Die Ausgänge werden auf drei digitale Ausgänge (z. B. LEDs) geführt.

Verwendete Funktionsbausteine (FBs)

Digitaleingang: logiBUS_IE

  • Typ: logiBUS::io::DI::logiBUS_IE
  • Verwendete Instanzen: DigitalInput_CLK_I1, DigitalInput_CLK_I2, DigitalInput_CLK_I3
  • Parameter:
  • QI = TRUE
  • Input = Input_I1 / Input_I2 / Input_I3
  • InputEvent = BUTTON_SINGLE_CLICK
  • Funktionsweise:
    Jeder Baustein erfasst einen Taster (Button) und erzeugt bei einem einzelnen Klick ein Ereignis (IND) an seinem Ereignisausgang.

Interlock-Toggle-Flip-Flop: ILOCK_T_FF

  • Typ: logiBUS::signalprocessing::interlock::ILOCK_T_FF
  • Verwendete Instanzen: ILOCK_T_FF_1, ILOCK_T_FF_2, ILOCK_T_FF_3
  • Parameter: keine spezifischen Parameter im XML
  • Funktionsweise:
    Ein Toggle-Flip-Flop, das bei jedem Ereignis am Eingang CLK seinen Ausgang Q umschaltet. Es besitzt zwei Adapter-Schnittstellen: ILOCK_IN und ILOCK_OUT. Über diese Adapter können mehrere ILOCK_T_FF zu einer Kette verbunden werden, wodurch sichergestellt wird, dass immer nur ein Flip-Flop in der Kette seinen Ausgang auf TRUE setzen kann (gegenseitige Verriegelung). Bei Aktivierung eines anderen Flip-Flops wird das zuvor aktive automatisch zurückgesetzt.

Digitalausgang: logiBUS_QX

  • Typ: logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX
  • Verwendete Instanzen: DigitalOutput_Q1, DigitalOutput_Q2, DigitalOutput_Q3
  • Parameter:
  • QI = TRUE
  • Output = Output_Q1 / Output_Q2 / Output_Q3
  • Funktionsweise:
    Der Baustein setzt einen digitalen Ausgang (z. B. eine LED) auf den Wert, der am Dateneingang OUT anliegt. Die Ausgabe erfolgt bei einem Ereignis am REQ-Eingang.

Programmablauf und Verbindungen

  1. Eingangssignale:
    Drei Taster sind an die logiBUS-Eingänge Input_I1, Input_I2 und Input_I3 angeschlossen. Jeder Tastendruck (Single Click) erzeugt ein Ereignis am zugehörigen logiBUS_IE, das über den Ereignisausgang IND an den CLK-Eingang des entsprechenden ILOCK_T_FF weitergeleitet wird.

  2. Verriegelung (Interlock):
    Die drei ILOCK_T_FF sind über ihre Adapter-Schnittstellen verbunden:

  3. ILOCK_T_FF_1.ILOCK_OUT → ILOCK_T_FF_2.ILOCK_IN
  4. ILOCK_T_FF_2.ILOCK_OUT → ILOCK_T_FF_3.ILOCK_IN
    Diese Kette bewirkt, dass nur eines der drei Flip-Flops seinen Ausgang Q auf TRUE setzen kann. Sobald ein anderes Flip-Flop seinen Zustand ändert, wird das vorher aktive zurückgesetzt.

  5. Ausgangssignale:
    Die Ausgänge Q der Flip-Flops sind mit den Dateneingängen OUT der Digitalausgangsbausteine verbunden. Das Ereignis EO jedes ILOCK_T_FF (wird bei Zustandsänderung ausgelöst) triggert den REQ-Eingang des zugehörigen logiBUS_QX, sodass die Ausgabe aktualisiert wird.

Verbindungen im Überblick (Ereignisse & Daten):

Quelle Ziel Art
DigitalInput_CLK_I1.IND ILOCK_T_FF_1.CLK Ereignis
DigitalInput_CLK_I2.IND ILOCK_T_FF_2.CLK Ereignis
DigitalInput_CLK_I3.IND ILOCK_T_FF_3.CLK Ereignis
ILOCK_T_FF_1.EO DigitalOutput_Q1.REQ Ereignis
ILOCK_T_FF_2.EO DigitalOutput_Q2.REQ Ereignis
ILOCK_T_FF_3.EO DigitalOutput_Q3.REQ Ereignis
ILOCK_T_FF_1.Q DigitalOutput_Q1.OUT Daten
ILOCK_T_FF_2.Q DigitalOutput_Q2.OUT Daten
ILOCK_T_FF_3.Q DigitalOutput_Q3.OUT Daten

Adapterverbindungen (bidirektional):

Quelle Ziel
ILOCK_T_FF_1.ILOCK_OUT ILOCK_T_FF_2.ILOCK_IN
ILOCK_T_FF_2.ILOCK_OUT ILOCK_T_FF_3.ILOCK_IN

Zusammenfassung

Diese Übung demonstriert die Verwendung des ILOCK_T_FF-Bausteins zur Realisierung einer gegenseitigen Verriegelung (Interlock) von drei Toggle-Flip-Flops. Durch die Adapter-Kette wird sichergestellt, dass stets nur ein Ausgang aktiv ist, was typischerweise für Anwendungen mit wechselnden Betriebsmodi oder exklusiven Zuständen benötigt wird. Die Ein-/Ausgabe erfolgt über die logiBUS-Hardware. Lernziele: Verständnis von Interlock-Mechanismen, Umgang mit Adapter-Schnittstellen und Ereignisgesteuerter Logik in 4diac. Voraussetzungen: Grundkenntnisse der 4diac-IDE und der logiBUS-Bibliothek.