Uebung_202_AX: Interlock: ILOCK_BLOCK_PROTECT_AX (Verriegelung mit Schutzzeit via Adapter)¶
Einleitung¶
Diese Übung demonstriert die Implementierung einer Verriegelung (Interlock) mit Schutzzeit unter Verwendung von Adaptern. Der Funktionsbaustein ILOCK_BLOCK_PROTECT_AX wird eingesetzt, um zwei Eingangssignale (z. B. Schalter oder Sensoren) gegenseitig zu verriegeln und über eine konfigurierbare Schutzzeit zu überwachen. Die Ausgänge steuern entsprechende Aktoren. Ein zusätzlicher Timer (E_TimeOut) zeigt an, wenn die Schutzzeit abläuft.
Das Netzwerk ist als SubAppType realisiert und kann in übergeordnete Applikationen eingebunden werden.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)¶
Sub-Bausteine:¶
DigitalInput_I1 / DigitalInput_I2 (je logiBUS::io::DI::logiBUS_IXA)¶
- Typ: logiBUS Digital Input Adapter
- Parameter:
QI= TRUEInput=Input_I1(bzw.Input_I2)- Funktionsweise: Stellt den physikalischen digitalen Eingang als Adapter-Socket zur Verfügung. Die eingehenden Signale werden über die logiBUS-Hardware gelesen und stehen über den Ausgang
INfür weitere Verbindungen bereit.
ILOCK_AX (logiBUS::signalprocessing::interlock::ILOCK_BLOCK_PROTECT_AX)¶
- Typ: Interlock-Block mit Schutzzeit (Adapter)
- Parameter:
DT_PROTECT=T#1s(Schutzzeit 1 Sekunde)- Verwendete interne FBs: Keine (Blackbox)
- Funktionsweise: Realisiert eine gegenseitige Verriegelung zweier Eingänge (
UP_IN,DOWN_IN) und gibt die entsprechenden Ausgänge (UP_OUT,DOWN_OUT) frei. Die Schutzzeit verhindert ein ungewolltes schnelles Umschalten. Bei Aktivierung der Schutzzeit wird zudem ein Ereignis am AusgangtimeOutausgelöst.
DigitalOutput_Q1 / DigitalOutput_Q2 (je logiBUS::io::DQ::logiBUS_QXA)¶
- Typ: logiBUS Digital Output Adapter
- Parameter:
QI= TRUEOutput=Output_Q1(bzw.Output_Q2)- Funktionsweise: Nimmt das Signal am Eingang
OUTentgegen und gibt es über den logiBUS-Ausgangskanal an die angeschlossene Hardware weiter.
E_TimeOut (iec61499::events::E_TimeOut)¶
- Typ: Ereignis-Timer
- Parameter: Keine
- Funktionsweise: Ein einfacher Timer, der durch ein eingehendes Ereignis am Eingang
TimeOutSocketgestartet wird und nach Ablauf der eingestellten Zeit ein Ausgangsereignis auslöst. Wird hier verwendet, um das Timeout-Signal des ILOCK-Blocks aufzufangen und einer weiteren Verarbeitung zuzuführen.
Programmablauf und Verbindungen¶
Die SubApp ist wie folgt verschaltet:
- Eingänge: Die beiden logiBUS-Digital-Input-Adapter (
DigitalInput_I1,DigitalInput_I2) lesen die Hardware-Signale von den KanälenInput_I1undInput_I2ein. IhreIN-Ausgänge sind über Adapterverbindungen mit den entsprechenden Eingängen des Interlock-Blocks verbunden: DigitalInput_I1.IN→ILOCK_AX.UP_IN-
DigitalInput_I2.IN→ILOCK_AX.DOWN_IN -
Interlock-Verarbeitung: Der FB
ILOCK_AXwertet die Signale aus. Solange keine Verriegelung aktiv ist, werden die AusgängeUP_OUTbzw.DOWN_OUTentsprechend der Eingänge gesetzt. Überschreitet die Umschaltzeit die eingestellte Schutzzeit (DT_PROTECT), wird der AusgangtimeOutaktiv. -
Ausgänge: Die freigegebenen Signale werden über Adapterverbindungen zu den logiBUS-Digital-Output-Adaptern geführt:
ILOCK_AX.UP_OUT→DigitalOutput_Q1.OUT-
ILOCK_AX.DOWN_OUT→DigitalOutput_Q2.OUT
Die AusgängeOutput_Q1undOutput_Q2steuern die angeschlossenen Aktoren. -
Timer: Das Timeout-Ereignis des Interlock-Blocks (
ILOCK_AX.timeOut) ist mit dem SocketE_TimeOut.TimeOutSocketverbunden. Der Timer kann in einer übergeordneten Applikation genutzt werden, um eine Fehler- oder Quittierungsmeldung zu generieren.
Lernziele der Übung:
- Verständnis des Interlock-Konzepts mit Schutzzeit
- Einsatz von logiBUS-IO-Adaptern in 4diac
- Verwendung von Ereignis-Timern (E_TimeOut)
- Fehlersuche und Analyse von Zeitproblemen in Steuerungen
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Vorkenntnisse: Grundlegende Bedienung der 4diac-IDE, Kenntnisse der logiBUS-Hardware, Umgang mit Funktionsbausteinen und Adaptern.
Zusammenfassung¶
Die Übung Uebung_202_AX veranschaulicht eine industrietypische Verriegelungsschaltung mit Schutzzeit auf Basis des Funktionsbausteins ILOCK_BLOCK_PROTECT_AX. Durch den Einsatz von logiBUS-Adaptern werden digitale Ein- und Ausgänge angebunden, während ein zusätzlicher Timer das Timeout-Ereignis verarbeitet. Das Zusammenspiel der Bausteine wird über Adapterverbindungen hergestellt, was eine flexible und modulare Struktur ermöglicht.