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Uebung_002a4b: DigitalInput_I1/_I2 mit AND_BOOL und Negate auf DigitalOutput_Q1

Uebung_002a4b_network


Einleitung

Diese Übung demonstriert die grundlegende Verknüpfung von digitalen Eingängen mit einem AND-Funktionsbaustein, sowie die Negation eines Eingangssignals. Das Ergebnis wird auf einen digitalen Ausgang geschaltet.

Ziel ist es, die Konfiguration und Verschaltung von Ein‑/Ausgangsbausteinen der logiBUS-Familie mit einem IEC 61131-Standardbaustein zu verstehen.

Verwendete Funktionsbausteine (FBs)

Die Übung besteht aus folgenden direkt im Netzwerk verwendeten Funktionsbausteinen (es gibt keine Sub‑Bausteine):

Baustein Typ Parameter
DigitalInput_I1 logiBUS::io::DI::logiBUS_IX QI = TRUE, Input = Input_I1
DigitalInput_I2 logiBUS::io::DI::logiBUS_IX QI = TRUE, Input = Input_I2
AND_2_BOOL iec61131::bitwiseOperators::AND_2_BOOL (keine Parameter)
DigitalOutput_Q1 logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX QI = TRUE, Output = Output_Q1

Kurzbeschreibung der verwendeten Bausteine

  • logiBUS_IX: Liest einen digitalen Eingang der logiBUS‑Hardware. Der Parameter Input legt den physikalischen Anschluss fest (z. B. I1, I2). Über den Ereignisausgang IND wird ein neuer Wert signalisiert.
  • AND_2_BOOL: Führt eine UND‑Verknüpfung auf zwei booleschen Signalen aus (Typ iec61131::bitwiseOperators::AND_2_BOOL). Der Ausgang OUT ist TRUE genau dann, wenn beide Eingänge TRUE sind.
  • logiBUS_QX: Setzt einen digitalen Ausgang der logiBUS‑Hardware. Der Parameter Output bestimmt den Ausgangskanal (z. B. Q1). Der Ausgang wird über das Ereignis REQ gesteuert.

Programmablauf und Verbindungen

Die Logik der Übung ist wie folgt aufgebaut:

  1. Die digitalen Eingänge I1 und I2 werden über die Bausteine DigitalInput_I1 und DigitalInput_I2 gelesen.
  2. Das Signal von I2 wird negiert (invertiert). Dies geschieht über eine Negate Connection (Attribut Negated = "true") auf der Datenverbindung zwischen DigitalInput_I2.IN und AND_2_BOOL.IN2.
    (Die Negation ist nur bei booleschen Datentypen möglich.)
  3. Der Baustein AND_2_BOOL verknüpft das Signal von I1 (an IN1) mit dem negierten Signal von I2 (an IN2) mittels einer UND‑Operation.
  4. Das Ergebnis (AND_2_BOOL.OUT) wird an den Dateneingang OUT des Ausgangsbausteins DigitalOutput_Q1 übergeben.
  5. Die Ereignissteuerung:
  6. Jeder der beiden Eingangsbausteine löst bei einem neuen Wert das Ereignis IND aus.
  7. Beide IND‑Ereignisse sind mit dem REQ‑Eingang des AND_2_BOOL verbunden, sodass die UND‑Verknüpfung bei jedem Eingangswechsel neu berechnet wird.
  8. Der Ausgangsbaustein DigitalOutput_Q1 erhält über sein REQ‑Ereignis vom CNF‑Ausgang des AND_2_BOOL den Befehl, den Ausgang zu aktualisieren.

Zusammenfassung der Logik:
Q1 = I1 AND (NOT I2)

Lernziele: - Konfiguration von logiBUS‑Ein‑/Ausgangsbausteinen. - Verwendung des IEC‑61131‑Bausteins AND_2_BOOL. - Anwendung einer Datennegation (Not‑Verbindung) in 4diac. - Verständnis der Ereignissteuerung mit IND und REQ.

Schwierigkeitsgrad: Einfach
Benötigte Vorkenntnisse: Grundlagen der IEC‑61499‑Ereignissteuerung, einfache boolesche Logik.

Zusammenfassung

Die Übung Uebung_002a4b realisiert eine einfache UND‑Verknüpfung mit negiertem zweiten Eingang. Sie vermittelt die Grundlagen der Verschaltung von Hardware‑Bausteinen (logiBUS) mit Logikbausteinen und die Anwendung von Negationsattributen auf Datenverbindungen. Das Verhalten ist deterministisch: Der Ausgang Q1 ist genau dann aktiv, wenn Eingang I1 aktiv und Eingang I2 inaktiv ist.