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Uebung_007d: Blinker mit E_CYCLE und E_T_FF

Uebung_007d_network


Einleitung

Diese Übung demonstriert die Realisierung eines Blinkers mithilfe der Funktionsbausteine E_CYCLE und E_T_FF. Der Blinker schaltet einen digitalen Ausgang in einem festen Zeitrhythmus ein und aus. Hierbei wird ein periodisches Ereignis durch E_CYCLE erzeugt, über E_TMIN auf eine bestimmte Mindestzeit verlängert und anschließend durch einen T‑Flipflop (E_T_FF) getoggelt. Das Ergebnis wird auf einen Digitalausgang ausgegeben.

Verwendete Funktionsbausteine (FBs)

  • E_CYCLE (Typ: iec61499::events::E_CYCLE)
    Erzeugt zyklisch ein Ereignis am Ausgang EO.
  • Parameter: DT = T#1ms (Zykluszeit 1 Millisekunde)

  • E_TMIN (Typ: iec61499::events::E_TMIN)
    Gibt am Ausgang EO ein Ereignis aus, wenn seit dem letzten Eingangsereignis mindestens die Zeit Tmin vergangen ist.

  • Parameter: Tmin = T#10s

  • E_T_FF (Typ: iec61499::events::E_T_FF)
    Ein T‑Flipflop mit Takteingang CLK. Bei jedem Ereignis an CLK wechselt der Datenausgang Q seinen Zustand (0→1, 1→0). Der Ereignisausgang EO wird gleichzeitig mit dem CLK‑Ereignis aktiviert.

  • DigitalOutput_Q1 (Typ: logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX)
    Digitaler Ausgangsbaustein, der den Wert des Eingangs OUT an den physischen Ausgang Output_Q1 weitergibt.

  • Parameter: QI = TRUE (Aktivierung), Output = Output_Q1 (Hardware-Adresse)
  • Ereigniseingang REQ: Übernahme des Datenwertes

Programmablauf und Verbindungen

Der Ablauf der Übung wird durch die Ereignis- und Datenverbindungen im Netzwerk bestimmt:

  1. Ereignis-Erzeugung:
    E_CYCLE sendet alle 1 ms ein Ereignis an den Eingang EI von E_TMIN.

  2. Zeitverzögerung:
    E_TMIN wartet, bis seit seinem letzten Ereignis mindestens 10 Sekunden vergangen sind. Erst dann gibt es selbst ein Ereignis an seinem Ausgang EO aus. Dadurch wird das ursprüngliche 1‑ms‑Ereignis auf eine Periode von 10 Sekunden „verlangsamt“.

  3. Toggle-Flipflop:
    Das verzögerte Ereignis von E_TMIN.EO wird an den Takteingang CLK von E_T_FF geführt. Jeder Takt wechselt den Datenausgang Q des Flipflops. Gleichzeitig erzeugt E_T_FF ein Ereignis an EO.

  4. Ausgabe:

  5. Der Datenwert E_T_FF.Q wird über eine Datenverbindung an den Dateneingang OUT von DigitalOutput_Q1 weitergeleitet.
  6. Das Ereignis E_T_FF.EO triggert den REQ-Eingang des Digitalausgangs, sodass der aktuelle Wert von OUT übernommen und am physischen Ausgang gesetzt wird.

Ergebnis:
Der digitale Ausgang schaltet im 10‑Sekunden-Takt: 10 Sekunden ein, 10 Sekunden aus (Blinkfrequenz 0,05 Hz).

Diese Übung vermittelt Grundlagen der ereignisgesteuerten Zeitsteuerung in 4diac. Sie zeigt, wie aus einem schnellen Zyklus durch E_TMIN ein langsamerer Takt erzeugt und mit einem T‑Flipflop in ein Rechtecksignal umgewandelt werden kann.

Zusammenfassung

Die Übung Uebung_007d realisiert einen einfachen Blinker unter Verwendung der Bausteine E_CYCLE, E_TMIN und E_T_FF. Die Kaskadierung von Ereignisbausteinen ermöglicht eine flexible Zeitsteuerung, ohne auf herkömmliche Timer oder Zähler angewiesen zu sein. Der erstellte Subapplikationstyp kann direkt in übergeordnete Projekte eingebunden werden, um z. B. Signallampen oder optische Anzeigen zeitgesteuert zu betreiben.