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logiBUS_QDA_PWM

logiBUS_QDA_PWM


Einleitung

Der Funktionsblock logiBUS_QDA_PWM ist ein Composite-Baustein zur Ansteuerung eines PWM-Ausgangs (Double Word) über ein logiBUS-System. Er kapselt die Initialisierung und die Triggerung eines internen PWM-Ausgangsbausteins und stellt eine Adapter-Schnittstelle zur Verfügung, um von außerhalb Aufträge (Ereignis und Daten) zu empfangen. Der Baustein wurde für den Einsatz in der Agrartechnik entwickelt und ist unter der EPL 2.0 lizenziert.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Ereignis Typ Kommentar
INIT EInit Service-Initialisierung
kein weiterer Ereignis-Eingang Alle Trigger erfolgen über den Adapter

Ereignis-Ausgänge

Ereignis Typ Kommentar
INITO EInit Bestätigung der Initialisierung
CNF Event Bestätigung eines angeforderten Dienstes

Daten-Eingänge

Variable Typ Kommentar
QI BOOL Eingangs-Qualifier (Initialisierung freigeben)
PARAMS STRING Service-Parameter (z. B. Adressierung, Konfiguration)
Output logiBUS::io::DQ::logiBUS_DO_S Identifikation des Ausgangs (z. B. Output_Q1..Q8); Initialwert: Invalid

Daten-Ausgänge

Variable Typ Kommentar
QO BOOL Ausgangs-Qualifier (Initialisierungsstatus)
STATUS STRING Dienststatus (Fehler-/Erfolgsmeldung)

Adapter

Typ Name Richtung Kommentar
adapter::types::unidirectional::AD OUT Socket Empfängt Trigger-Ereignis (E1) und Ausgangsdaten (D1) von der Ressource

Funktionsweise

Der Funktionsblock ist als Composite realisiert und enthält eine interne Instanz des Bausteins logiBUS::io::DQ::logiBUS_QD_PWM (hier als QX bezeichnet). Die Logik lässt sich wie folgt beschreiben:

  1. Initialisierung:
    Ein INIT-Ereignis am Eingang löst die Initialisierung des internen Bausteins aus. Dabei werden die Daten-Eingänge QI, PARAMS und Output an den internen Baustein weitergeleitet. Nach erfolgreicher Initialisierung wird das Ereignis INITO ausgegeben, zusammen mit den Ausgangsdaten QO und STATUS.

  2. Triggerung über Adapter:
    Der Adapter OUT nimmt von außen ein Ereignis E1 und einen Datenwert D1 entgegen. Das Ereignis wird als REQ (Request) an den internen Baustein weitergegeben, die Daten D1 als OUT-Wert. Der interne Baustein verarbeitet diese Anforderung und quittiert mit dem Ereignis CNF, das über den Ausgang CNF nach außen geleitet wird. Die zugehörigen Ausgangsdaten QO und STATUS werden aktualisiert.

Damit ermöglicht der Baustein eine saubere Trennung von Initialisierung und zyklischer Ausgabe: Die Konfiguration erfolgt einmalig über INIT, die eigentliche PWM-Ausgabe wird über den Adapter getriggert.

Technische Besonderheiten

  • Composite-Baustein: Der FB kapselt die gesamte Logik eines PWM-Ausgangsbausteins und bietet eine standardisierte Adapter-Schnittstelle für den Datenaustausch mit der Ressource.
  • Double-Word-Ausgabe: Der Name deutet auf eine 32-Bit-Datenbreite hin, die über das Adapter-Datenelement D1 übertragen wird.
  • Initialisierungsparameter: Über PARAMS (STRING) können flexible Konfigurationsdaten übergeben werden, die für die Adressierung oder Parametrierung des logiBUS-Moduls notwendig sind.
  • Fehlerbehandlung: Der Ausgang STATUS liefert eine textuelle Beschreibung des Dienstzustands (z. B. Fehlermeldungen bei ungültiger Konfiguration).

Zustandsübersicht

Da es sich um einen Composite-Baustein ohne eigenen Zustandsautomaten handelt, wird der Zustand durch den internen Baustein logiBUS_QD_PWM definiert. Typische Zustände sind:

  • IDLE: Warten auf Initialisierung oder Trigger.
  • INITIALIZING: Während der Initialisierung (INIT empfangen, INITO noch nicht gesendet).
  • OPERATIONAL: Bereit für zyklische Trigger (über Adapter).
  • ERROR: Fehlerzustand, erkennbar an QO = FALSE oder STATUS mit Fehlertext.

Der interne FB wechselt zwischen diesen Zuständen abhängig von den Ereignissen und Daten.

Anwendungsszenarien

  • Landwirtschaftliche Maschinen: Steuerung von PWM-betriebenen Aktoren (z. B. Hydraulikventile, Motordrehzahl) über ein logiBUS-Netzwerk.
  • Automatisierungsanlagen: Ausgabe von analogen oder pulsweitenmodulierten Signalen mit 32-Bit-Auflösung, gesteuert durch eine übergeordnete Steuerung.
  • Fernwartung und Konfiguration: Über den Adapter können von einer übergeordneten Ressource (z. B. HMI oder SPS) neue PWM-Werte gesendet werden, ohne den Initialisierungsvorgang zu wiederholen.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Baustein Typ Besonderheit
logiBUS_QD_PWM Composite/ Basic Direkt ansteuerbar über INIT, REQ, CNF; ohne Adapter-Schnittstelle.
logiBUS_QDA_PWM Composite Wie logiBUS_QD_PWM, aber mit Adapter für externe Triggerung und Datenversorgung.
logiBUS_DO (einfach) Basic Einfacher digitaler Ausgang, keine PWM-Funktion.

Der hier beschriebene Baustein bietet eine höhere Flexibilität, da die eigentliche Ausgabe über den Adapter asynchron von der Initialisierung erfolgen kann. Nachteilig ist die Abhängigkeit von der korrekten Bereitstellung der Adapter-Signale.

Fazit

Der Funktionsblock logiBUS_QDA_PWM ist eine praktische Kapselung eines PWM-Ausgangs für logiBUS. Durch die Kombination von INIT-gestützter Konfiguration und adapterbasierter Triggerung eignet er sich besonders für Anwendungen, bei denen eine einmalige Parametrierung und eine anschließende zyklische oder ereignisgesteuerte Ausgabe erforderlich ist. Die Verwendung standardisierter Typen und die klare Trennung der Schnittstellen erleichtern die Integration in IEC 61499-basierte Steuerungssysteme.