E_MUX_8¶
Einleitung¶
Der E_MUX_8 (Event Multiplexer) ist ein Funktionsbaustein nach IEC 61499, der acht Ereigniseingänge (EI1 bis EI8) auf einen einzigen Ereignisausgang (EO) zusammenführt. Zusätzlich zur Zusammenführung gibt der Baustein an einem Datenausgang K aus, welcher der Eingänge das Ereignis ausgelöst hat. Er ist das Gegenstück zum E_DEMUX_8.
Schnittstellenstruktur¶
Ereignis-Eingänge:¶
- EI1 ... EI8: Die acht separaten Eingangskanäle.
Ereignis-Ausgänge:¶
- EO (Event Output): Der gemeinsame Ereignisausgang.
- Verbundene Daten:
K
- Verbundene Daten:
Daten-Ausgänge:¶
- K: Der Index des auslösenden Eingangskanals (Datentyp:
UINT).K = 0wennEI1ausgelöst wurde.K = 1wennEI2ausgelöst wurde.- ...
K = 7wennEI8ausgelöst wurde.
Funktionsweise¶
- Ereignisempfang: Der Baustein wartet auf ein Ereignis an einem seiner acht Eingänge.
- Weiterleitung und Identifizierung: Wenn ein Ereignis an
EIneintrifft (wobeinfür 1 bis 8 steht), wird der Daten-AusgangKaufn-1gesetzt und sofort dasEO-Ereignis ausgelöst.
Auf diese Weise wird der Ereignisfluss zusammengeführt, wobei die Information über die Herkunft des Ereignisses erhalten bleibt.
Technische Besonderheiten¶
- 8-zu-1 Multiplexer: Führt acht Ereignisströme zu einem zusammen.
- Herkunfts-Index: Gibt an, welcher Eingang das Ereignis ausgelöst hat.
- Zustandslos: Der Baustein hat keinen internen Speicher.
- Generischer Baustein: Die Funktionalität wird durch die generische Klasse
GEN_E_MUXzur Verfügung gestellt.
Anwendungsszenarien¶
- Tastatur-Matrix: Zusammenfassen der Signale von acht Tasten auf eine zentrale Auswertungslogik.
- Umfassende Alarmierung: Bündeln von acht verschiedenen Alarmen zu einer zentralen Routine, die dann anhand von
Kdie spezifische Alarmmeldung verarbeitet. - Priorisierte Befehlsauswahl: Acht Befehlsquellen werden zusammengeführt, und eine nachgeschaltete Logik entscheidet basierend auf dem Index
Küber die Priorität.
🛠️ Zugehörige Übungen¶
Fazit¶
Der E_MUX_8 ist ein nützlicher Baustein, um Ereignisströme von bis zu acht Quellen zu bündeln und gleichzeitig die Quelle des Ereignisses zu identifizieren. Er ist das Standard-Gegenstück zum E_DEMUX_8 und wird häufig verwendet, um die Komplexität von Verdrahtungen zu reduzieren und Logik zu zentralisieren.