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AUI_MUX_5

AUI_MUX_5


Einleitung

Der Funktionsblock AUI_MUX_5 ist ein generischer Multiplexer für fünf unidirektionale AUI-Adapter-Schnittstellen. Er wählt abhängig von einem Indexwert K einen der fünf Eingänge (IN1 bis IN5) aus und leitet dessen Signal an den Ausgang OUT weiter. Die Umschaltung erfolgt ereignisgesteuert über den Eingang REQ.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Ereignis Beschreibung
REQ Setzt den Index K und löst die Durchschaltung des entsprechenden Eingangs auf den Ausgang aus.

Ereignis-Ausgänge

Ereignis Beschreibung
CNF Bestätigt, dass der Index K übernommen und die Durchschaltung abgeschlossen wurde.

Daten-Eingänge

Variable Typ Beschreibung
K UINT Index des auszuwählenden Eingangs (gültige Werte: 0..4).

Daten-Ausgänge

(Keine)

Adapter

Rolle Name Typ Beschreibung
Plug OUT adapter::types::unidirectional::AUI Ausgang, der den ausgewählten Eingang durchschaltet.
Socket IN1 adapter::types::unidirectional::AUI Erster Eingang (wird bei K=0 aktiv).
Socket IN2 adapter::types::unidirectional::AUI Zweiter Eingang (wird bei K=1 aktiv).
Socket IN3 adapter::types::unidirectional::AUI Dritter Eingang (wird bei K=2 aktiv).
Socket IN4 adapter::types::unidirectional::AUI Vierter Eingang (wird bei K=3 aktiv).
Socket IN5 adapter::types::unidirectional::AUI Fünfter Eingang (wird bei K=4 aktiv).

Funktionsweise

Der AUI_MUX_5 arbeitet wie ein klassischer Multiplexer: Nach einem Ereignis am Eingang REQ wird der aktuelle Wert des Index K ausgewertet. Abhängig von K (0..4) wird der entsprechende Adapter-Socket (IN1 bis IN5) auf den Plug OUT durchgeschaltet. Die Durchschaltung ist unidirektional; das Signal fließt vom ausgewählten Eingang zum Ausgang. Nach erfolgreicher Umschaltung wird das Ereignis CNF ausgegeben.

Technische Besonderheiten

  • Der Funktionsblock ist als generischer Typ deklariert (GenericClassName 'GEN_AUI_MUX'). Er kann daher je nach Anwendung parametrisiert instanziiert werden.
  • Der Multiplexer unterstützt ausschließlich den unidirektionalen AUI-Adaptertyp, der für die Übertragung von Nutzsignalen in eine Richtung ausgelegt ist.
  • Die Adapter-Schnittstellen sind als Typadapter realisiert, was eine einfache Einbindung in bestehende AUI-basierte Kommunikationsstrukturen ermöglicht.
  • Die Auswahl erfolgt streng nach dem aktuellen Index K; außerhalb des gültigen Bereichs liegende Werte führen zu undefiniertem Verhalten (keine Plausibilitätsprüfung).

Zustandsübersicht

Der Funktionsblock besitzt keinen expliziten endlichen Automaten. Sein Verhalten ist rein ereignisgesteuert:

  1. Warten auf ein REQ-Ereignis.
  2. Auswerten von K und Durchschalten des entsprechenden Eingangs auf den Ausgang.
  3. Senden von CNF als Bestätigung.

Nach Schritt 3 kehrt der Block in den Wartezustand zurück. Mehrere REQ-Ereignisse werden nacheinander bearbeitet.

Anwendungsszenarien

  • Auswahl einer von fünf AUI-Quellen, z. B. Sensordaten oder Steuersignale in einer landwirtschaftlichen Maschinensteuerung.
  • Signalumschaltung in modularen Automatisierungssystemen, bei denen verschiedene Peripheriegeräte an einen gemeinsamen Bus angeschlossen werden.
  • Test- und Simulationsumgebungen, in denen zwischen unterschiedlichen Signalquellen umgeschaltet werden muss.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

  • AUI_MUX_2 / AUI_MUX_3: Diese Bausteine bieten eine kleinere Anzahl von Eingängen (2 bzw. 3) und sind für kompaktere Anwendungen optimiert.
  • AUI_DEMUX_5: Ein Demultiplexer, der einen Eingang auf einen von fünf Ausgängen verteilt – quasi die Umkehrfunktion.
  • Standard-MUX-Bausteine (z. B. mit einfachen Datentypen wie INT oder BOOL): Der AUI_MUX_5 zeichnet sich durch die spezielle Adapter-Schnittstelle und die unidirektionale Datenflussrichtung aus, was ihn besonders für AUI-basierte Architekturen geeignet macht.

Fazit

Der AUI_MUX_5 ist ein übersichtlicher und flexibler Multiplexer für fünf unidirektionale AUI-Adapter. Dank seiner generischen Implementierung lässt er sich problemlos in verschiedenste Automatisierungsprojekte integrieren. Die einfache ereignisgesteuerte Arbeitsweise ermöglicht eine zuverlässige Signalauswahl ohne komplexe interne Zustandslogik.